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Ärztliche Palliativmedizin

Die Versorgung Schwerkranker und Sterbender ist ein Teil des ärztlichen Aufgabenbereiches. Therapiezieländerungen hin zur palliativen Behandlung und die damit verbundenen Therapiebegrenzungen sind immer wieder eine Herausforderung für ärztliches Handeln und Entscheiden. Rechtliche Fragen führen oft zu Unsicherheit bei der Entscheidungsfindung. Eine gute Versorgung im letzten Lebensabschnitt gelingt oft nur durch die Einbeziehung anderer Berufsgruppen und eine gute Zusammenarbeit, sowie die gezielte vorausschauende Planung bei Schnittstellen (stationär / ambulant).


Themen

  • Symptomkontrolle in palliativen Therapiesituationen
  • Formen der Sterbebegleitung
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen
  • gemeinsame Therapieplanung mit anderen ärztlichen Fachrichtungen
  • Geschichte der Palliativmedizin und Hospizbewegung
  • moralische Probleme bei Therapiebegrenzung
  • rechtliche Aspekte der Sterbehilfe
  • Patientenverfügungen
  • spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Wofür sind die Seminare anerkannt?

  • Das Curriculum „Palliativmedizin“ entspricht den Empfehlungen der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
  • Das Curriculum ist anerkannt für die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“
  • zukünftig wird der Basiskurs oder die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“ regional unterschiedlich Voraussetzung zur Teilnahme und Abrechnung in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sein
  • Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“ ist eine Voraussetzung, damit Krankenhäuser die „Palliativmedizinische Komplex- behandlung“ abrechnen können


Ziel der Ausbildung:

Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten in folgenden Schwerpunkten:

  • Medikamentöse und Nicht-medikamentöse Symptomkontrolle
  • Entscheidungsfindung zur Therapiebegrenzung
  • Güterabwägung bei moralischen Konflikten
  • Die Angehörigen als Ressource und „Mitpatient“
  • Kommunikation mit Patienten und Angehörigen
  • Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen
  • Selbstsorge


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Organisation und Inhalte der Weiterbildungskurse „Palliativmedizin“ der A.I.M.

Fachliche Leitung:
Dr. med. Thela Wernstedt, M. A.
Oberärztin für Palliativmedizin an der Abteilung Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stanzelltransplantation, Medizinische Hochschule Hannover, Fachärztin für Anästhesiologie, Magistra für Philosophie, Zusatzbezeichnung Rettungsmedizin, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, Weiterbildungsermächtigung für Palliativmedizin

Curriculum entsprechend den Weiterbildungsrichtlinien „Palliativmedizin“:
Die Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung der Bundesärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Landesärztekammer Niedersachsen finden bei der inhaltlichen Konzeption und der zeitlichen Gliederung der Veranstaltung Beachtung.

Der Basiskurs ist verpflichtend für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und muss in jedem Fall absolviert werden. Grundsätzlich wird empfohlen, 12 Monate auf einer Palliativstation oder in einem Hospiz zu arbeiten. Für diejenigen Kolleginnen und Kollegen, denen dies nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit, diese Praxiszeit durch Fallkonferenzen anteilig oder ganz zu ersetzen.

40 Stunden Fallkonferenz sind dabei vier Monaten Praxiszeit äquivalent. Kann keine Praxiszeit auf einer Palliativstation oder in einem Hospiz absolviert werden, sind deshalb 3 Module (á 40 Stunden) mit Fallkonferenzen zu belegen, wobei von uns jedes Modul auf zwei Wochenenden verteilt wird.

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Timetable

TEILNEHMERZAHL: Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 25 Personen begrenzt.

Timetable 2012
Zeit Dozent UE á
45 min.
Basisseminar WE 1 | Samstag 12.05. 2012
09.30–09:45 Einführung Wernstedt
09:45–11:15 Symptomkontrolle Schmerzen I 2
11:30–13:00 Symptomkontrolle: Schmerzen II mit besonderer Berücksichtigung der Strahlentherapie Wernstedt / Steinmann 2
14:00–14:45 Wundversorgung Kost 1
14:45–15:30 Aspekte des Euthanasiegedankens / Die Debatte über die Sterbehilfe Wernstedt 1
15:45–16:30 Psychologische Aspekte bei Schmerzen / Bedürfnisse von Patienten / soziales Umfeld Licht 2
16:45–18:15 Krankheitsbewältigung / Anpassung / Trauer Licht 2
= 10 UE
Basisseminar WE 1 | Sonntag 13.05. 2012
09:00–10:30 Moral, Ethos, Ethik, Recht Neitzke 2
10:45–12:15 Grundsätze der BÄK / Handreichungen zum Umgang mit Patientenverfügungen / Formen der Sterbehilfe Neitzke 2
13:15–14:45 Symptomkontrolle: Luftnot Wernstedt 2
15:00–15:45 Ambulante Versorgung mit Pumpen Sarrazin 1
15:45–16:30 Schnittstellenprobleme, ambulante Versorgung, Aufgaben für den 2. Kursteil Wernstedt 1
16:45–18:15 Sterben und Tod Wernstedt 2
= 10 UE
Gesamtstundenzahl   20



Zeit Dozent UE á
45 min.
Basisseminar WE 2 | Samstag 16.06. 2012
09.30–10:15 Begrüßung, Selbstbestimmung und Sterbeprozess Wernstedt 1
10:15–11:00 Symptomkontrolle: Verwirrtheit, Unruhe, Delir Wedegärtner 1
11:15–12:45 Physiotherapeutische Unterstützung in der Palliativversorgung Westphal 2
13:45–14:30 Ultima Ratio der Symptomkontrolle: Palliative Sedierung Wernstedt 1
14:30–15:15 Pflege im Hospiz Kahl 1
15:30–17:00 Grundlagen der Kommunikationstheorie, Aufklärungsgespräche Licht 2
17:15–18:45 Supervision / Selbstsorge, Burn-Out-Prophylaxe Licht 2
= 10 UE
Basisseminar WE 2 | Sonntag 17.06. 2012
09:00–10:30 Symptomkontrolle: Schwäche, Appetitlosigkeit, parenterale und enterale Ernährung, Flüssigkeitsgabe Momma / Wernstedt 2
10:45–13:00 Symptomkontrolle: Übelkeit, Erbrechen, Ileus Forstmeyer 2
14:00–14:30 Therapieplanung / Dokumentation, Ärztliche Rolle am Lebensende Wernstedt 2
14:30–16:00 Spirituelle Bedürfnisse bei Schwerkranken Wißmann 2
16:15–17:45 Interdisziplinäres Arbeiten und Multiprofessionalität in der Palliativversorgung: Chancen und Probleme Wernstedt 2
= 10 UE
Gesamtstundenzahl 20

Zeit Thema: „Der individuelle Prozess des Sterbens im gesellschaftlichen Kontext“ Dozent UE á
45 min.
Modul 1, WE 1 | Samstag 29.09. 2012
09.30–09:45 Begrüßung, Einführung in Modul 1 Wernstedt
09.45–11.15 Geschichte der Euthanasie: Konzepte vom guten Tod Frewer 2
11:30–13:00 Debatten zur Sterbehilfe: historische und ethische Aspekte Frewer 2
14:00–15:30 Fallbeispiele Port 2
15:45–16:30 Fallbeispiele Wernstedt 2
16.30–18.00 Film: Emmas Glück Wernstedt 2
= 10 UE
Modul 1, WE 1 | Sonntag 30.09. 2012
09:00–10:30 Palliativmedizin beim sehr alten Menschen Hager 2
10:45–12:15 Aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung Verrel 2
13:15–14:45 Analyse und Diskussion von Fallbeispielen der Teilnehmer Verrel 2
15:00–16:30 Bestattungskultur in Norddeutschland Fahl 2
16:45–18:00 Besprechung des Films, Fallbeispiel Wernstedt 2
= 10 UE
Gesamtstundenzahl   20



Zeit Thema: „Der individuelle Prozess des Sterbens im gesellschaftlichen Kontext“ Dozent UE á
45 min.
Modul 1, WE 2 | Samstag 08.12. 2012
09.30–09.45 Begrüßung Wernstedt
09:45–18:30 Trauerverarbeitung und Selbsterfahrung Kleining 10
= 10 UE
Modul 1, WE 2 | Sonntag 09.12. 2012
09:00–10:30 Was kommt nach dem Tod: Die Antwort der Religionen Antes 2
10:45–11:30 Was kommt nach dem Tod: Die Antwort der Religionen Antes 2
11:45–12:30 Palliativversorgung bei Kindern Sander 2
13:15–16:15 Spaziergang über Hannovers Friedhöfe Fahl 4
= 10 UE
Gesamtstundenzahl   20

[ Timetable-Archiv: 2011 | 2010 ]
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